Hintergrund

Warum der 24. Sächsische Friedensmarathon von Dresden auf dem Elberadweg nach Bad Schandau am Freitag, den 9. Oktober 2020, trotz aller Anfeindungen stattgefunden hat.

In dem Buch des Sportredakteurs der SZ, Timo Meyer und auch in einigen Zeitungsberichten über die von uns veranstalteten Friedens-Marathon-Läufe und Radfernfahrten wurden die wahren Hintergründe und Umstände, insbesondere die Motive verschwiegen oder sogar umgedeutet, auf Grund von Falschbeschuldigungen des Herrn Uwe Sonntag, die kritiklos übernommen wurden, ohne die Gegenseite auch nur anzuhören.

Der Organisator und Inspirator der dem Gedanken des Friedens und der Versöhnung dienenden Veranstaltungen wurde mitten in der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte am 14. Mai 1942 als Sohn des australischen Kriegsteilnehmers John Kendray, geb. 1912 in Clunes, Smeaton Road 16 im State Victoria, Commonwealth of Australia von der deutschen Krankenschwester Ingeborg Felicitas (später verehelichte Kendray), geb. Klawun im Wehrmachts-Krankenhaus Wangerin bei Stettin (Pommern) geboren, wobei der Vater aus verständlichen Gründen nicht in die Geburtsurkunde eingetragen wurde auf Veranlassung der Großmutter, damals wohnhaft und geschäftsansässig (als Inhaberin eines Foto-Studios) in der Borsbergstr. 65, Dresden, welche später auch die Vormundschaft über ihren Enkel übernahm.

Der durch die Kriegs- und Nachkriegswirren schwächliche Knabe wuchs wechselseitig bei der Mutter in Wangerin und der Großmutter in Dresden auf, zu der die Mutter mit dem Kleinkind am 11.2.1945 vor der herannahenden Front flüchtete.
In der Bombennacht wurde die Mutter durch die Oma angewiesen, sofort nach dem 1.Angriff den Keller des brennenden und eingestürzten Hauses mit dem Kleinkind zu verlassen, das sie in einer Decke in einem herrenlosen Handwagen verstaute, sich aus dem Inferno durch Flucht zu retten und die bereits 66-jährige Fotografin im Schutz einer Mauer zurück zu lassen.

Die Mutter flüchtete entlang der Elbe bis nach Pirna, wo in der Nacht zum 14.02.1945 in einer Schule auf dem Sonnenstein eine Notunterkunft eingerichtet war. Von dort wurden sie weiter nach Wernigerode verschickt und kehrte erst nach Kriegsende wieder nach Dresden-Hellerau zurück, wo die Oma in ihrem eigenen Haus untergekommen war (Eigenbedarf).

In dem Haus waren auch Offiziere der Roten Armee einquartiert, wodurch die beiden Frauen und das schwächliche Kind die Hungerzeit insbesondere im Winter 1946/47 überlebten.
Die Oma sorgte dann für die Unterbringung des heranwachsenden Knaben in den Kinderheimen der Volkssolidarität (gegründet 1945 in DD durch KPD, SPD, Gewerkschaften, kathl. & ev.-luth. Kirche) in DD-Laubegast, Goppeln, Eisenach und Wilhelmsthal auf. Die Mutter floh nach dem 17. Juni 1953 aus Furcht vor den Repressionen nach dem Volksaufstand, wo sie als gelernte Krankenschwester verletzten Demonstranten 1. Hilfe geleistet hatte, nach Westdeutschland, fand dort die Adresse des Kindesvaters heraus und übersiedelte zu ihm nach Australien.
Der Heranwachsende wurde bis 1958 im Unwissenden über seinen Vater gelassen. Er sei im Krieg vermisst, was sogar nicht mal gelogen war. Erst dann wurde im eröffnet, dass er mit der Omi zur Mutter nach Australien zur Mutter übersiedeln soll, wozu er erst überredet werden musste.

Die Fahrt mit dem Auswanderer-Schiff „Castel Filice“ der Reederei „Sitmar Line“, war von der ICEM (International Commitee for Europeen Migration) gechartert und führte über das Auswandererlager Bremerhaven -Cuxhafen-Biskaya-Mittelmeer-Port Said (wo er die Trümmer der anglo-französischen Bombenangriffe des Suez-Kanal-Krieges sah und von ägyptischen Jugendlichen im Hafen mit Hakenkreuz-Transparenten „begrüßt“ wurde, was die anderen deutschen Auswanderer überhaupt nicht störte, ihm aber auf Grund seiner antifaschistisch-demokratischen Erziehung in der DDR äußerst peinlich war; erstmals erlebte er auch einen islamischen Gottesdienst in einer Mosché, was ihn eher positiv beeindruckte) – Aden- Perth – Adelaide nach Port Melbourne, wo er nach 5 Jahren Trennung erstmals wieder seine Mutter in die Arme schließen konnte.
Dort erfuhr er, nachdem die Oma wieder nach Westdeutschland zurückgekehrt war, wer sein Vater ist.

Er nahm bei dem deutschen Fussballklub „Alemannia Richmond“ regelmäßig und eifrig am Fußballtraining teil, absolvierte eine Ausbildung als Buchhalter in einem Großhandel für Büro- und Spielwaren „Mc Carron Bird“ Pty.Ltd. in Melbourne und schließlich als Verkäufer für Herrenkonfektion.
Eines Tages eröffnete ihm sein Chef, dass er ein Jude sei. Das machte ihn sprachlos, denn er hatte zu seinem Ausbilder ein sehr gutes persönliches Verhältnis und noch nie im Leben persönlich einen jüdischen Mitbürger kennen gelernt. Als er das zu Hause seiner Mutter erzählte, erklärte sie ihm seelenruhig: „Das ist kein Wunder, dass ihr Euch so gut versteht, denn Deine Omi ist eine gebürtige Jüdin, aber schon vor dem 1. Weltkrieg aus Angst vor dem damals schon geschürten Antisemitismus zum ev.-lutherischen Glauben konvertiert!“

Trotzdem traute sich Werner nicht, das Thema auf Arbeit wieder anzusprechen, war er doch in engen Kontakt mit den australischen Kommunisten, der linken „Eureka-Youth-League“ und anderen Organisationen der „Aldermaston“ Ostermarsch- und Friedensbewegung bei vielen Versammlungen und Demonstrationen dabei.

In den Diskussionen vertrat er mit Vehemenz sein Heimatland, den ersten Friedensstaat auf deutschem Boden, wurde dabei aber immer wieder durch die national-stolzen Australier gefragt, weshalb er denn in Australien lebe. Als Antwort blieb nur übrig, dass er selbstverständlich in die DDR zurückkehren werde, um dort nach den schrecklichen Kriegszerstörungen einen ebenso hohen Lebensstandard wie in Australien zu erarbeiten.
Das Zusammenleben der „neuen Familie“ gestaltete sich auf Grund der Kriegstraumatisierung des Vaters schwierig, weshalb er wie geplant
im Mai 1960 wieder nach Eisenach zurückkehrte, an der VHS das Abitur nachholte, 1961 ein Sonderkurs-Studium an der historisch-philologischen Fakultät des Pädagogischen Instituts „Karl-Friedrich-Wander“ und 1963 seinen Schuldienst als Lehramtsanwärter bei der Abt. Volksbildung im Kreis Freiberg begann.

In seiner Freizeit gründete er eine Schüler-Fußball-Mannschaft in Großvoigtsberg und nahm mit ihr am regelmäßigen Spielbetrieb teil,
bis er 1966 erfolgreich sein Staatsexamen bestand.
Danach absolvierte er seinen Wehrersatzdienst bei der 9. VP-Bereitschaft in Karl-Marx-Stadt, trat in die SED ein,
organisierte den freiwilligen Sport der Wehrpflichtigen, besuchte die Unterführerschule des MdI in Liegau-Augustusbad, wo er bei den obligatorischen 3000m-Lauftest die absolute Bestzeit des 6-Monate-Lehrganges in 9:15 min erreichte und wurde Oberwachtmeister und Kulturbeauftragter der Einheit.
Mit seinen guten Russischkenntnissen organisierte er sportliche und kulturelle Begegnungen mit den Angehörigen der in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte, einen Chor und wurde zu den „Goethe- Literaturtagen der Jugend“ nach Weimar delegiert, wo er die Aufführungen von „Faust I. & II.Teil“ erlebte.

1968 wurde er auf Grund seiner Sympathien für die Cz-Reformer wieder entpflichtet.
Nach dem Tode ihres Ehemanns 1969 kehrte die Mutter nach Deutschland zu ihrem Sohn zurück, der inzwischen wieder Lehrer an der POS Neukirchen im Kreis Freiberg war. Auch hier gründete er eine Schülerfußballmannschaft und gewann Radsportler für die BSG Lok Nossen.
Werner hatte eine allein erziehende Schulkameradin mit einem Kleinkind aus Mitleid geheiratet, die er aus dem Kinderheim Wilhelmsthal kannte.
Doch bevor sie ihrem frisch gebackenen Ehemann eröffnete, dass sie schwanger war, drängte sie ihn, die Scheidung einzureichen, weil sie sonst die Gerichtskosten bezahlen müsste.

Unter diesen Umständen wurde ihm von der Schulleitung eine Auflösung des Arbeitsvertrages als Lehrer nahegelegt und er begann eine Tätigkeit als Russisch-Dolmetscher in der Abt. Internationale Verbindungen des VEB Erdgas Stendal bei der Erschließung der Lagerstätte Salzwedel-Peckensen durch sowjetische Erkundungs- und Fördertechnik-Spezialisten. Ehrenamtlich baute er ein Radsport-Trainingszentrum bei der BSG Lok Stendal auf, nachdem er bereits Erfahrungen als aktiver Radsportler bei der BSG Lok Eisenach (seit 1960), Lok Dresden (seit 1961) und Einheit Freiberg (seit 1963) gesammelt hatte.

Mit seinen Radsportlern besuchte er 1973 ein Touristentreffen im polnischen Niederschlesien bei Lesna und lernte eine alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern (geb. 1962, 1964, 1968) kennen, die er 1974 heiratete und sie nach Stendal holte.
Er lernte zusätzlich Polnisch und half seiner Familie erfolgreich bei der Integration in die deutsche demokratische Kultur.
Allerdings stellte 1977 sich heraus, dass die Mutter Alkoholikerin war und psychische Probleme hatte (übersteigerte unbegründete Eifersucht).
Dadurch wurde sie wieder rückfällig, nachdem sie einige Jahre sich abstinent beherrschte.

Werner hatte seine Dolmetscher-Tätigkeit aufgegeben und arbeitete als Deutsch-Lehrer an der Kommunalen Berufsschule Tangermünde, weil er durch die wochenlangen Dienstreisen nicht seine Familie unterstützen konnte.
Durch die alkoholischen Eskapaden seiner Ehefrau war er nicht mehr in der Lage pädagogisch tätig zu sein, arbeitete
einige Monate als Fachlagerist im VEB STIMA (Stahlmöbelbau) Stendal.
Er versuchte durch stärkere leistungssportliche Belastungen durch Vorbereitung auf und Teilnahme am Guts-Muts-Rennsteiglauf 1977 über 75 km die psychischen Belastungen zu kompensieren.

Dabei kam er gemeinsam mit „Täve“ Schur, den er noch aus seiner aktiven Radsport-Karriere und durch die ehrenamtliche Arbeit im Bezirksvorstand Magdeburg des DTSB kannte,
nach 7:50 h ins Ziel, der zum Abtrainieren in jenem Jahr ebenfalls einmalig durch die Thüringer Berge mitlief.
Werner nahm dann noch 10mal in Folge erfolgreich die 75 km in Angriff.
Jedoch gelang es ihm nicht, seine polnische Frau von der Alkoholabhängikeit zu therapieren und er „flüchtete“ zur Mutter seines Sohnes Thomas, den er jahrelang nicht sehen konnte, die ihn zeitweilig in Gera aufnahm, wo er als Hilfsarbeiter in einer Tri-Ethylen-Anlage und im Wohnungsbau-Kombinat Lusan arbeitete.

Hier trainierte er im Amateur-Leistungssport der SG „Wismut“ Gera, Sektion Leichtathletik.
1978 übernahm er eine Englisch-Dolmetscher-Tätigkeit bei einem UNESCO-Lehrgang für Berufsausbildung an der Ingenieurschule für Bauwesen in Magdeburg unter Leitung von Prof. Dr. Kraft, dem führenden Wissenschaftler der Berufsschul-Pädagogik der DDR.
Sportlich schloss er sich der BSG Lok Magdeburg an und wurde DDR-Meister bei der Straßenlauf-Ranglistenwertung
mit Bestleistungen im Marathon: 2:42h, 25 km: 1:28h, 20 km: 1:12h, 15km: 52 min, 10 km : 32 min.
Das begünstigte am 1.7.1979 seine Berufung zum Kreissportlehrer für Freizeit- und Erholungssport beim DTSB-Kreisvorstand Saalkreis mit Sitz in der Steinstraße in Halle/Sa., nachdem er eine alleinerziehende Lehrerkollegin mit einem zehnjährigen Sohn als neue Lebensgefährtin in Salzmünde bei Halle/S gefunden hatte.

Somit konnte er sein Hobby zum Beruf machen, organisierte gemeinsam mit seinem Sportfreund Martin Deparade (Traktor Wettin, Sektion LA) die Heideläufe (über 100 von 1979 bis 1992), den 4-Burgen-Saaletal-Lauf (seit 1979), den „Sommernachts-Marathon“ der BSG „Traktor“ Salzmünde (ab 1980), die Sektion Orientierungslauf ab 1981, den „Triathlon am Süßen See“ (ab 1984), den Kreisfachausschuss des DWBO der DDR im Saalkreis u.v.a. sportliche Aktivitäten mit dem Ziel der Förderung der Gesundheit durch sportliche Bewegung und Muskelarbeit.
Im Jahre 1988 protestierte er schriftlich beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR und der Bezirksleitung Halle der SED gegen die Streichung der sowjetischen Zeitschrift „Sputnik“ von der Zeitschriftenliste, was einem Verbot gleich kam.
Daraufhin wurde er am 6. Dezember 1988 um 6:00 h durch 4 (vier) Mitarbeiter der Kreisdienststelle Saalkreis des MfS der DDR „zur Klärung einer Angelegenheit“ abgeholt und in den „Roten Ochsen“ in Halle gebracht.

Ihm wurde sein „Protestschreiben“ gegen das „Sputnik“-Verbot vorgelegt.
Bei der 24-stündigen „Befragung“ stellte sich heraus, dass nicht etwa die BL der SED oder die Stasi-Dienststelle, die Werner angerufen hatte, um seinen Protest zu übermitteln, eine Anzeige gegen ihn erstattet hatte, sondern ein IM aus dem DTSB-KV, der im Schreibtisch des Kreissportlehrers einen Durchschlag der Protestresolution gegen das „Sputnik“-Verbot gefunden hatte und dies seinem „Führungs-Offizier“ des MfS übergeben hatte.

Als Werner dann nach 1990 seine Stasi-Akte einsehen konnte, stellte er fest, dass er bereits seit 1960 in den Akten des MfS geführt wurde, als er aus Australien in die DDR zurück gekehrt war.
Die „Zuführung“ erfolgte allerdings erst mehrere Wochen nach seiner Protestaktion, mit der er helfen wollte, die aufgetretenen gesellschaftlichen Probleme zu überwinden.

Das schien selbst der Vernehmungsoffizier einzusehen und er betonte auch, dass man selbstverständlich in der DDR frei seine Meinung sagen könne.
Zum Verhängnis wurde jedoch der Schluss-Satz seines Protest-Schreibens:
„Offensichtlich sind bei uns einige Leute so alt und verkalkt, dass sie mehr mit sich selbst, als mit dem Wohl des Volkes beschäftigt sind!“
Da das höchste Organ der DDR, das Politbüro der DDR damals ein Durchschnittsalter von über 80 Jahre hatte, sei aus diesem Satz eine „Herabwürdigung der Staats- und Rechtsordnung“ erkennbar, was schon im Strafgesetzbuch des Deutschen Kaiserreiches verboten war.
Nach zahllosen Rückfragen bei den verschiedensten Behörden und Institutionen und auch mit verdeckten Einschüchterungsversuchen, die damals wie heute keine Wirkung auf die aufrechte menschliche Haltung des Verfassers hatte, legte er dem Delinquenten eine Erklärung zur Unterschrift vor, „dass er zukünftig die Gesetze der DDR einhalten werde“.

Er sah keinen Grund, die Unterschrift unter diesen Satz zu verweigern, auch wenn ihm der Herr Offizier bei der Verabschiedung noch zuraunte:“Hätten Sie diesen Brief an die Bezirksleitung der SED nicht persönlich abgegeben, sondern per Post geschickt, würden wir Sie heute in Untersuchungshaft nehmen und Sie wären für Jahre aus dem Verkehr gezogen“.

Er wollte im ersten Moment gegen-fragen: „Gilt in der DDR nicht mehr das Post- und Fernmelde-Geheimnis?“
Doch nach 24 h Verhör hat er diese „Heldentat“ unterlassen, damit er sich weiter seinen Sport- und Friedensfreunden widmen konnte.
So konnte er weiterhin mit seinem Pantomime-Studio im „Klubhaus der Gewerkschaft“ (gleich neben der BL der SED) bei der Erarbeitung eines DDR-kritischen Stückes mitwirken, wo das „gespaltete Bewusstsein“ zwischen „dienstlich“ und „privat“ als „psychiatrische Krankheit“ angeprangert wurde.
Im Sept.1989 wurde ihm wieder als Russisch- und Geschichts-Lehrer bei der Abt. Vobi Halle-Süd in der POS „Valentina Tereschkowa“ eingestellt.
Die Krise des Staates und der Gesellschaft der DDR war zum 40. Jahrestag der DDR auf ihrem Höhepunkt. Er hatte viele seiner neuen Schüler für den Orientierungslauf gewinnen können und startete mit Ihnen bei der DDR-Meisterschaft in Bergishübel am 7. Oktober 1989. Dort erfuhr er von den Unruhen in Dresden.

In Halle ging er dann zu den Schlangen bei den Meldestellen, wo Ausreisen beantragt wurden und versuchte die Menschen zum „Hierbleiben“ zu bewegen.
Allerdings begegnete man ihm mit eisigem Schweigen, wie bei allen seinen bisherigen Aktivitäten für einen menschlichen Sozialismus, Frieden und Versöhnung der unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen – bis zum heutigen Tage!
Übrigens hat Werner genau ein Jahr später genau diese Kreisdienststelle des MfS als Mitglied des „Bürgerkomitees des Runden Tisches“ gemeinsam mit der Volkspolizei aufgelöst, alle Akten (auch die bereits geschredderten ) und Waffen eingesammelt, die Schreibtische untersucht usw.
In der ener Schublade fand er noch eine Geldkasette: „Unsere gemeinschaftliche Lotto-Kasse“! war die Erklärung des ehemaligen Chefs der Kreisdienststelle.

„Verteilen Sie es wieder an Ihre ehemaligen Kollegen!“ Sinnierend schaute der Stasi-Mann dann aus dem Fenster: „Jetzt gibt es nur noch eins: ‚Die Einheit Deutschlands!'“

Da blieb wiederum dem diplomierten Historiker und Philologen die Spucke weg. Er wusste keine Widerrede. Nach kurzer Überlegung mußte er sich insgeheim selbst zugestehen, dass der bestbezahltestudierte Stasi-Mann recht hatte, wie es sich wenige Wochen später bei der 1. freien Volkskammerwahlzeigte: 2,5 % für Bündnis90/Die Grünen, deren Zulassung noch kurz vorher Millionen Demonstranten auf den Straßen der DDR gefordert hatten. Absolute Mehrheiten für die Vereinigung Deutschlands mit der Wedereinfürung kapitalistischer Ausbeutung der Menschen und natürlichen Ressourcen ohne Rücksicht auf die zukünftige Existenz des gesamten biologischen Lebens auf dieser Erde.
Täglich werden diese fundamentalen Erkenntnisse bekräftigt und bestätigt. Leider auch bei seinen Aktivitäten zur Organisation unserer Friedensläufe seit 1998.

So behauptete Uwe Sonntag, dass alle 3 Marathonläufe von 1998 – 2000 zu kurz waren. Doch der 2. Marathon 1999 war garantiert zu lang, weil durch das Frühjahrshochwasser ein Umweg über Struppen über die Berge gelaufen werden musste. Und auch der 3. Marathon 2000 war nicht zu kurz, denn damals hatten sich iele Finisher beschwert, dass sie vor dem Ziel am Steyer-Stadion vorbei noch eine Schleife auf der Pieschener Allee Richtung Messe laufen mussten, und deshalb für den 4.Marathon die Schleife durch die Innenstadt von Pirna beantragt wurde, wofür übrigens der saubere Herr Uwe Sonntag verantwortlich war.

Dieser war erst im Laufe der Vorbereitung zum Team hinzugestoßen und hatte von Anfang, leider nur insgeheim, anderen gegenüber sein Interesse bekundet, die Gesamtleitung der Veranstaltung zu übernehmen und deshalb wurde er in alle Organisationsfragen einbezogen.
Dass der Gesamtleiter und Organisator anschließend „zurückgetreten“ sei, ist eine weitere Lüge.Tatsächlich sollte Herr die Leitung des Sachsen Marathon e.V. übernehmen, wenn er sich eingearbeitet hatte.

Er zog die fiese Art der Verleumdung und Abwälzung der Schuld auf den bisherigen Gesamtleiter vor. Dieser ist natürlich nicht zurückgetreten und leiet bis heute den Sachsen Marathon e.V. unter seiner Leitung mit der Abt. ORIENTIERUNGSLAUF und Triathlon nebst Leichtathletik aktiv ist.
Statt dessen hat Herr Uwe Sonntag einen neuen Verein gegründet und all die Ideen, die gesamte Logistik und Konzeption des Marathons auf dem Elberadweg ursupiert.

Ähnlich verhält es sich mit weiteren falschen Behauptungen über den 1. Oberelbe-Marathon.
Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass einem gut informierten Sportjournalisten unbekannt ist, daß der Werner Klawun erstmalig bei der traditionellen Auswertung der Jahresrangliste 1997 beim Neujahrslauf 1998 in Pirna-Copitz die Dresdner Läufergemeinde um unseren leider viel zu früh verstorbenen Dietrich Ewert nach dem letzten Dresdner Friedens-Marathon am 1.7.1990 (dem Tag der Währungsunion) befragte und erfuhr, dass dieser zwar ordentlich vorbereitet und durchgeführt, aber überhaupt nicht ausgewertet wurde, weil alles dann mit der neuen D-Mark beschäftigt war.
Werner Klawun hatte am 1.Juli 1990 im Rathaus von Halle/Saale zu einem Bankett anlässlich der Gründung seiner Firma „Klawun-Tourismus & Immobilien“ eingeladen, dass er im voraus mit DDR-Mark bezahlt hatte und wo nur 2 enge Geschäftspartner aus Hannover anwesend waren, so dass die ganzen Delikatessen dann durch die Firma bei den 5-Tage-„UNIVERS-KÖLN“-Bus-Reisen „Zu Gast auf sächsischen Dörfern, auf den Spuren der Wettiner“ verbraucht wurden, die bis zur Einführung des „Soli-Zuschlag“ im Sommer 1991 regelmäßig 14tägig geschäftlich erfolgreich erfolgreich zu den touristischen Sehenswürdigkeit organisiert wurden, weil dadurch die deutsch-deutsche Verständigung gefördert wurde.
Da die Wessis in der Regel nicht wussten, dass der Osten auch den Soli-Zuschlag bezahlte, kippte die für das Konzept notwendige positive Stimmung für den Osten schlagartig und die im Herbst-Katalog gelisteten Reisen wurden nicht mehr gebucht und mussten (ähnlich wie jetzt bei der Conora-Pandemie) abgesagt werden.

Gottseidank hatte er als 2. Standbein die Immobilien, die er gemeinsam mit slowakischen Handwerkern sanierte und zum Verkauf vermittelte. Dadurch konnten er auch 1996 sein restituiertes Grundstück im Lockwitzgrund, welches zu DDR-Zeiten durch den Kaderleiter der Sachsenwerke als sein (herrenlos-jüdisches) Eigentum behandelt wurde, sanieren und hier seinen neuen Firmensitz einrichten (heute Sitz des „Sachsen Marathon“ e.V., gegründet 1998, des Live – Students {Wir leben um zu Lernen} e.V. (am 7.Oktober 1997 als „Bürger-Initiative Lockwitz“ e.V. gegründet) und der Friedensunion „EU-Asia 20/21“, (vormals WV „Volkssolidarität“, dann WV „West-Östlicher Diwan“, dann WV „Europa 2004“).
Es war also Werner Klawun, der auf Grund seiner beruflichen Erfahrung bei der Organisation von Sportveranstaltungen, als erster 1998 die Idee hatte, auf dem Elberadweg einen Marathonlauf zu organisieren und die Dresdner „Super-Laufsportfunktionäre“ dafür zu begeistern wollte.
Am 13. Februar 1998 organisierte er als Vorbereitungslauf den 1. Dresdner Friedenslauf von Bühlau aus durch die Dresdner Heide zur Gedenkfeier am Heidefriedhof.

Über 20 Läufer aus Dresden aber auch aus anderen sächsischen Regionen nahmen daran teil, unter ihnen unser unvergessene Dietrich Ewert. Werner war der einzige Zeitzeuge, der direkt den Bombenangriff 1945 auf Dresden direkt erlebte.
Natürlich meldete er sich auch als Gründungs-Mitglied des Dresdner Marathon-Vereins an und begann mit den Vorbereitungen des 1. Sächsischen Friedens-Marathons im November 1998. Doch er fand keine Unterstützung beri allen anderen Mitgliedern des Vereins, die einen Point-to-Point-Marathon für nicht durchführbar hielten.
Deshalb gründete Werner mit 7 anderen Lauffreunden den „Sachsen Marathon“ e.V. speziell für den „Friedens-Marathon auf dem Elberadweg von Königstein nach Dresden“.
Der Marketing-Verantwortliche des neu gegründeten „VVO“ konnte seinen Chef Knut Ringat davon überzeugen, als Hauptsponsor des Laufes zu fungieren, weshalb dieser als „Oberelbe-Marathon“ umbenannt und bei allen zuständigen Behörden (RP, LHStadt Dresden, LK Pirna ) und Organisationen (SLB, LA) angemeldet wurde.

Termin und Ausschreibungen waren im Frühjahr 1998 veröffentlicht und bundes-, sowie europaweit beworben.
Erst im Herbst bekamen das die lieben Sportfreunde des Dresdner Marathon-Vereins mit, doch das schien Ihnen nicht zu passen und sie glaubten, unseren Marathon durch die Ansetzung auf den gleichen Termin ihres Probe-City-Marathons verhindern zu können.
Da aber der Ober-Elbe-Marathon eher angemeldet war, wurden beide Vereine durch das RP eingeladen und der Sachsen Marathon e.V. hatte natürlich keine Einwendungen gegen den City-Marathon gehabt, da man sich zeitlich auf dem Elbe-Radweg nicht ins Gehege kam und bei dem Ober-Elbe-Marathon nur 167 Teilnehmer gemeldet waren.
Deshalb wurden letzten Endes beide Läufe genehmigt und erfolgreich durchgeführt.
Die Behauptung, dass der City-Marathon Dresden durch eine angeblich nachträgliche Anmeldung des Oberelbe-Marathon verhindert werden sollte, ist schlicht und einfach erlogen, weil alle verantwortlichenBeteiligten bei der gemeinsamen Beratung dabei waren und die wahren Tatsachen auf dem Tisch lagen.

Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass dem erfahrenen Redakteur dies bei der Recherche für sein Buch nicht bekannt war, wie auch die Behauptung, der 1. – 3. Oberelbe-Marathon wäre zu kurz gewesen.

Deshalb wurde er gebeten, eine öffentliche Richtigstellung zu veröffentlichen, weil der von dem Sachsen Marathon e.V. organisierte „Sächsische Friedens-Marathon“ durch diese Falschbeschuldigungen schwere moralische und damit auch finanzielle Schäden erlitten hat, die sich nicht nur auf Mitglieder des Sachsen Marathon e.V., sondern auch die Teilnehmer der organisierten stimmungsvollen lebenslangen physio-psychologischen Gesundheits-, Orientierungs-, Leistungs- und Spielsport-Trainings (LeppGOLST) und Wettkampfveranstaltungen äußerst negativ ausgewirkt haben.
Rechtliche Schritte sollen möglichst vermieden werden, können aber angesichts der negativen Auswirkungen auf die diesjährigen am 9.5.2020 durchgeführten und für den 3.10.2020 geplanten Veranstaltungen nicht ausgeschlossen werden.
Eine Antwort ist bis zur Stunde von Herrn Timo Meyer nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Werner George Klawun Kendray
Präsident des „Sachsen Marathon“ e.V.

gez. Marko Weihrauch
Generalsekretär der „Friedensunion EU-AFRO-ASIA 20/21“

gez. Claudia Kolpe
Vorstandsvorsitzende des „Live Students“ {Wir lebenumzuLernen} e.V.
Lockwitzgrund 55, 01257 Dresden, Tel 017643634713